Ritus und Fahrstuhlmusik

Es gibt in den katholischen Blogs, sofern sie zum Thema Missbrauch Stellung beziehen, kaum einen Beitrag, der nicht ein “ja, aber” enthält. Wenn es kommt, fällt das “Ja” kurz aus, es erschöpft sich meist in einer knappen Bekundung des Mitgefühls mit den Opfern. Das “Aber” hingegen nimmt etwas breiteren Raum ein. Durchweg wiederholen sich dabei die Muster der Äußerungen.

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Autor: mongrel Kategorie: Internet | Tags:

Microsofts gute Stube

Wenn Sie immer schon mal wissen wollten, wie’s bei Microsofts aussieht: Jetzt gibt es die Möglichkeit, das Microsoft Besucherzentrum in Washington im Netz (via Wallpaper) zu besuchen. Schön ist es, den Architekten bei der Erläuterung ihrer Absichten zuzuhören. Sie sind geradezu rührend bemüht, Microsoft das zu verleihen, was Microsoft nicht besitzt. Herausgekommen ist ein optimiertes Telekom-Kundencenter ohne Magenta.

Autor: mongrel Kategorie: Marketingkommunikation | Tags:

Flatrate #3

Ihre Befürworter behaupten, die Kulturflatrate sei eine Umverteilung zugunsten von Urhebern, die ohne diese Maßnahme nicht zu ihrem Recht, einem Entgelt für ihre Leistung, kommen könnten. Die Frage, wie diese Umverteilung gegebenenfalls organisiert würde, ist zwar noch nicht entschieden, aber dennoch nicht schwer zu beantworten. Schließlich gibt es eine ganze Reihe von Einrichtungen, die geschaffen wurden, um für Wahrung von Urheberrechten zu sorgen, noch bevor deren Verletzung im Internet neue, bis dahin unbekannte Ausmaße annahm. Das Tun von Verwertungsgesellschaften wie der GEMA oder der GEZ der Rundfunkanstalten kann man ja überall und jederzeit beobachten.

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Autor: mongrel Kategorie: Internet | Tags: , ,

Rudis Resterampe: größer als man denkt #2

Anders als in der Musikbranche gingen im Literaturbetrieb die entscheidenden Impulse des Strukturwandels vom verbreitenden Handel aus. Wie das? Sicher gibt es hierfür eine ganze Reihe von Gründen, vor allem aber einen, der wirklich zählt: Der Markt war irgendwann nicht nur gesättigt, es gingen darüber hinaus die Umsätze pro Quadratmeter Verkaufsfläche deutlich zurück. Das zwingt diejenigen, die überleben wollen, zur Verdrängung ihrer Wettbewerber. So bekam das, was sich anfangs beschaulich als Einzelfall darstellte und auch so goutiert wurde, Methode.

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Autor: mongrel Kategorie: Buchmarkt | Tags:

Rudis Resterampe: größer als man denkt #1

Anlässlich der “Filettierung” der EMI blickt Tim Renner in seinem Blog auf die vergangenen 20 Jahre der Musikindustrie und damit auf ihren Niedergang zurück. Titel des Beitrags: EMI auf Rudis Resterampe.

Das Gute an Tim Renners Post ist, dass nicht die übliche Raubkopierer-Litanei strapaziert, sondern eine kompakte Zusammenfassung der Entwicklung geliefert wird. Da kommt man rasch ins Nachdenken.

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Autor: mongrel Kategorie: Buchmarkt | Tags:

Sentimental: PDF-Mags

PDF-Mags

Es kommt vor, dass etwas Neues sein Neusein verleugnet und zunächst so tut, als sei es etwas Altes. Linoleum zum Beispiel. In Altbauten stößt man bisweilen auf Bodenbeläge aus diesem Material, die mit einem Muster bedruckt sind, mit dem sich das Linoleum den Anschein gibt, ein Perserteppich zu sein. Inzwischen hat sich dieses Material von dieser Art von Mimikri emanzipiert.

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Autor: mongrel Kategorie: Internet, Print | Tags: , ,

Logorama, again

Vor einigen Wochen, vor der Verleihung der Oscars, hatten wir hier einen Kurzfilm der Pariser Agentur H5. Sein Titel ist “Logorama”. Warum? Weil sich seine Bildwelt fast ausschließlich aus den Logos großer Marken zusammensetzt. Von H5 ist nun (via SubmarineChannel.com) das hochinteressante Making of dieses Kurzfilms zu sehen.

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Autor: mongrel Kategorie: Medienkunst | Tags: ,

Flatrate #2

Natürlich muss auch die Frage gestellt werden, wem die Kulturflatrate zugute kommt.

Doch bevor diese Frage beantwortet werden kann, sollte zunächst geklärt werden, wer eigentlich zahlen muss. Das vorgeschlagene Verfahren verpflichtet alle Nutzer von Breitbandzugängen, eine Abgabe auf diesen Netzzugang zu zahlen. Man darf, nach den Erfahrungen mit der “Gebührenpflicht für neuartige Rundfunkgeräte”, gespannt sein, wer diese Gebühr zu entrichten hat und wer nicht. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Ulrike Langers Ausführungen zu diesem Thema.

Sicher ist, dass die Summe, die über die Flatrate zusammenkäme, nicht einmal annähernd die Verluste decken würde, die von Urheberrechtsverwertern unter Hinweis auf illegale Downloads geltend gemacht werden. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu bedenken, dass in der Bilanz der Verwerter jeder illegale Download als Kauf bewertet wird. Was ja eigentlich ganz lustig ist. Denn mit dem gleichen Recht könnte man behaupten, dass jeder Taschendieb, der seinem Opfer die Rolex vom Arm zieht, eine Rolex kauft, sobald man ihn am Diebstahl hindert.

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Autor: mongrel Kategorie: Internet | Tags: , ,

Flatrate #1

In der Diskussion über die Sicherung des Urheberrechts durch eine sogenannte Kulturflatrate verliert das Verhältnis des Urheberrechts zum Eigentumsrecht restlos seine ohnehin kaum noch erkennbaren Konturen.

Ist allen Beteiligten klar, dass die freie Verfügungsgewalt des Urhebers über seine Werke ohnehin eingeschränkt ist, weil der Schutz des Urheberrechts nicht auf Dauer gewährt wird? Geistige Schöpfungen können in diesem Sinne nicht mit Eigentum gleichgesetzt werden. Dies bedeutet, dass der Eigentümer eines Aktienpakets sein Aktienpaket vererben kann und sich dabei sicher sein darf, dass seine Nachkommen ihr Erbe bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag uneingeschränkt besitzen und nutzen können. Der Urheber eines Romans, eines Films oder einer Symphonie kann dies nicht. Bereits einige Jahre nach seinem Tod endet der Schutz des Nutzungsrechts, seine geistige Schöpfung darf nun von jedermann wirtschaftlich verwertet werden. Mir ist der Grund für diese Ungleichstellung nicht bekannt.

Einer Kulturflatrate zuzustimmen würde für alle geistigen Urheber bedeuten, einer zusätzlichen Verschlechterung ihrer Position zuzustimmen, und zwar dadurch, dass sie grundsätzlich und von vorneherein das Recht auf die uneingeschränkte Verfügungsgewalt über ihre Werke aufgeben müssten. Warum sollten Sie das tun?

Autor: mongrel Kategorie: Internet | Tags: ,

Alte Bekannte

Gelegentlich trifft man alte Bekannte, von denen man lange nichts gesehen und gehört hat, an einem Ort, wo man verdammt noch mal überhaupt nicht mit ihnen gerechnet hat. Man hat sich daran gewöhnen müssen, dass sich, obwohl Krautrock ein Gattungsbegriff sein muss, weil seine Verwendung sonst keine Sinn machen würde, in der Regel das Konkrete, das unter diesem Etikett benannt wird, mit Kraftwerk erschöpft.

Umso überraschender ist dieses Video von Max Hattler, das unter dem Titel “Remixing the Past” ein Stück von Kraan als Soundtrack nutzt.

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Autor: mongrel Kategorie: Medienkunst, Musik | Tags: