Volkswirtschaftliche Bildung

Vermutlich bin ich nicht der einzige Mensch, dem es schwer fällt, dem Ablauf der griechischen Tragödie, die im Augenblick in den Medien gegeben wird, zu folgen. Auch wenn ich mich intensiv bemühe, zu verstehen, was vor sich geht, stoße ich, dank ausgesprochen bescheidener volkswirtschaftlicher Bildung, sehr schnell an meine Grenzen.

Auch kaufmännisches Wissen, ja nicht einmal kaufmännische Erfahrung, die das berufliche Leben so mit sich bringt, hilft hier weiter. Denn was für die Mikroökonomie gilt, ist nicht ohne weiteres auf die Makroökonomie übertragbar. So hat man es mir beigebracht. Wachstum, so hieß es einmal, sei eine für jede funktionierende Volkswirtschaft unabdingbare Voraussetzung. Als ich dem entgegenhielt, dass diese apodiktische Weisheit wohl kaum auf den Bäcker an meiner Ecke zutreffen könne, denn dann müsse dieser heute 10, morgen 20 und übermorgen 30 Brötchen verkaufen, um überleben zu können, wusste man diesen Einwurf nicht zu entkräften, bestand aber dennoch auf der Richtigkeit der Wachstumstheorie.

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Autor: mongrel Kategorie: Fernsehen, Hörfunk, Print, Volkswirtschaft | Tags:

Der nächste Crash #2

“Einige Experten halten es für ökonomisch verkraftbar, einen relativ kleinen Staat wie Griechenland pleite gehen zu lassen.” Heißt es in einem Dossier unter  tagesschau.de.

Leider ist das Ganze dann doch etwas beunruhigender. Denn wer dieses Szenario ein bisschen ausweiten möchte, findet dafür rasch Futter. Wo? Wenn’s um die ganz großen Katastrophen geht, ist natürlich zuallererst Bild auf dem Plan. Aber auch in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wird erklärt, dass es bei den Wetten gegen Griechenland nicht um nur Griechenland, sondern vielmehr um Irland, Italien, Portugal und Spanien gehe. Dahinter stehe die Absicht einiger Spekulanten, das Auseinanderbrechen des Euro-Raumes herbeizuführen, um dann in neuen Wetten auf den Verfall des Euro-Kurses den ganz großen Gewinn zu machen. Und wie, bitteschön, soll das gehen?

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Autor: mongrel Kategorie: Volkswirtschaft | Tags:

Subprime Krise

Keine Erklärung für den nächsten, wohl aber eine Stellungnahme zum letzten Mega-Crash liefert der folgende, visuell wie akustisch interessante Film, dessen Urheber sich Beeple nennt und unter diesem Namen auf Vimeo zu finden ist. Den Film stellt sein Titel “Subprime” in einen Zusammenhang mit der jüngsten globalen Finanzkrise, deren Auslöser bekanntlich die sogenannte Subprime-Krise des US-Immobilienmarktes war.

Am Rande muss ich gestehen, dass ich immer der Überzeugung war, Subprime-Krise müsse mit Hypothekenkrise übersetzt werden. Dabei kommt, wird mir klar, “Subprime” natürlich von “sub primo”. Man kann also einfach mit “zweitklassig” übersetzen.

Die Website von Beeple mit weiteren interessanten Filmen und Clips des Web-Designers findet sich hier.

Autor: mongrel Kategorie: Medienkunst, Volkswirtschaft | Tags: ,

Der nächste Crash #1

Anfang der Woche wurde von Spiegel-Autor Mark Pitzke hier ein Beitrag mit dem Titel “Immobilienblase: US-Experten fürchten den nächsten Mega-Crash” veröffentlicht.

Für mich hatte dieser Artikel eine besondere Bedeutung: Beim letzten Crash habe ich nicht verstanden, wie es zu diesem Crash gekommen war. Das ist das eine. Zudem beschlich mich seinerzeit aber auch das Gefühl, das es denjenigen, die täglich darüber schrieben, nicht sehr viel besser ging als mir. Also sagte ich mir, beim nächsten Mal achtest du ein bisschen besser auf das, woran es liegt. An der eigenen Begriffsstutzigkeit oder der Berichterstattung, die aus sich heraus nicht verständlich ist.

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Autor: mongrel Kategorie: Volkswirtschaft | Tags: ,